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Übung-Probensammelstelle
 
Datum: 28.11.2009 | 13:00
Einsatzart:Übung
Einsatzort:KATs-Zentrum Marienau
 
 

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Dewezet (02.12.2009):
Im Fall des Störfalls: Feuerwehr übernimmt neue Aufgabe

Die Feuerwehren aus der Gemeinde Coppenbrügge haben eine neue Aufgabe im Landkreis übernommen. Rund 30 Brandschützer aus den verschiedenen Ortswehren wurden ausgebildet, um eine sogenannte Probensammelstelle zu besetzen. Hier werden im Fall der Freisetzung von Radioaktivität bei einem Störfall im Kernkraftwerk Grohnde nach einem neu festgelegten Verfahren Bodenproben gesammelt, erfasst, verwaltet und zur Auswertung weitergeben.
Bislang gab es im Landkreis die vier Strahl-Spür-Messtrupps und einen Erkundungskraftwagen, die geleitet werden von einer Messzentrale beim Stab des Hauptverwaltungsbeamten (Landrat). Die Messzentrale wird dabei von der Messleitkomponente mit Kräften der Feuerwehr Hameln besetzt, die auch die Messtrupps bei Großschadenslagen führt. „Proben wurden bei einem Störfall schon immer gesammelt, jetzt ist das Verfahren der Messungen und der Probennahme vereinheitlicht worden, und es wurde eine Mess- und Probennahmeanweisung mit detaillierten Rahmenbedingungen für das Land Niedersachsen erstellt“, berichtet Bereitschaftsführer Katastrophenschutz, Volker Winkelhake, der die Einheiten leitet. „Damit ist die Vergleichbarkeit der Probennahme aller Einheiten in Niedersachsen gewährleistet.“ Darauf mussten auch der Landkreis mit dem Kernkraftwerk in Grohnde und damit die Kreisfeuerwehr reagieren.
Die Messtrupps haben sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit der Anweisung befasst und ihre Arbeitsweisen, soweit erforderlich, angepasst, erklärt Bereitschaftsführer Winkelhake: „Für die Besetzung der Probensammelstelle konnte die Gemeindefeuerwehr Coppenbrügge gewonnen werden, wobei der stellvertretende Ortsbrandmeister von Marienau, Claus Dieter Lemke, zunächst als Koordinator zur Verfügung steht.“ Seit Anfang des Jahres haben sich Ausbilder im Katastrophenschutz damit beschäftigt, die Anweisung auf die individuellen Bedürfnisse des Landkreises Hameln-Pyrmont anzupassen. Nach Beschaffung der erforderlichen Ausstattung, hauptsächlich persönliche Schutzkleidung für die Mannschaft der Probensammelstelle, wurde im August mit der Ausbildung begonnen. Dazu gehörten Grundlagen im Strahlenschutz, die Handhabung der Messgeräte und die praktische Umsetzung. Die Kräfte in der Probensammelstelle übernehmen aber nicht nur die Annahme und Verwaltung der Proben, zu den Aufgaben gehören auch die Kontaminationskontrolle der Messtrupps und deren Fahrzeuge. „Wobei Proben nicht direkt in verstrahlten Gebieten genommen werden, sondern, um mit Sicherheit Bereiche ausweisen zu können, die frei von schädlicher Strahlung sind“, sagt Volker Winkelhake.
Vor kurzem gab es eine erste Übung, bei der die Messtrupps, das Personal der Probensammelstelle und der Messzentrale das Szenario mit der Entnahme von rund 20 Proben an fünf Punkten, der Anlieferung an die Sammelstelle im Katastrophenschutz-Zentrum Marienau und die Übermittlung der Daten an die Messzentrale durchspielten. „2010 sollen weitere Örtlichkeiten erkundet werden, in denen im Bedarfsfall eine Probensammelstelle eingerichtet werden kann“, erklärt der Bereitschaftsführer. Überprüft werden sollte der Ausbildungsstand, um im nächsten Jahr auf eventuelle Schwachpunkte einzugehen. Vertreter der Kreisfeuerwehr, der Verwaltung und vom niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hatten einen guten Eindruck von der Vorarbeit der Ausbilder.
Bei einer Übung spielten die Messtrupps, das Personal der Probensammelstelle und der Messzentrale das Szenario durch – mit der Entnahme von rund 20 Proben an fünf Punkten, der Anlieferung an die Sammelstelle im Katastrophenschutz-Zentrum Marienau und die Übermittlung der Daten an die Messzentrale.



Volker Winkelhake, BF KatS:
Einführung einer Mess- und Probenahmeanweisung im Landkreis Hameln-Pyrmont

Zur Messung von freigesetzter Radioaktivität bei einem Störfall im KKW Grohnde wurden im Landkreis Hameln-Pyrmont mit der Inbetriebnahme des Kraftwerkes vier Strahlen Spür- und Messtrupps aufgestellt. Sie werden im Einsatzfall durch die Messzentrale beim Stab HVB geführt. Zusätzlich steht noch der Erkundungskraftwagen (ErkKW) des Bundes zur Verfügung. Die Messzentrale wird von den Kameraden der Messleitkomponente besetzt, die die Messtrupps auch bei Großschadenslagen führt.

Um die Durchführung der Messungen und der Probenahme zu vereinheitlichen wurde durch eine überregionale Arbeitsgruppe eine Mess- und Probenahmeanweisung erstellt, die in den Landkreisen mit Kernkraftwerken eingeführt wird. Damit ist die Vergleichbarkeit der Probenahme aller Einheiten gewährleistet. Erstmalig wurden mit dieser Anweisung auch detaillierte Rahmenbedingungen für eine Probensammelstelle festgelegt.

Die Messtrupps haben sich im Rahmen ihrer Regelausbildung mit der Anweisung befasst und ihre Arbeitsweisen soweit erforderlich angepasst. Für die Besetzung der Probensammelstelle konnte die Gemeindefeuerwehr Coppenbrügge gewonnen werden. Anfang des Jahres haben sich Ausbilder des KatS damit beschäftigt die Anweisung auf die individuellen Bedürfnisse des Landkreises Hameln-Pyrmont anzupassen. Nach Beschaffung der erforderlichen Ausstattung wurde im August mit der Ausbildung begonnen. Bestandteile des Ausbildungsplans sind neben den Strahlenschutzgrundlagen und der Handhabung der Messgeräte auch die praktische Umsetzung. Zusätzlich zur Annahme und der Verwaltung der Proben gehören auch die Kontaminationskontrolle der Messtrupps und deren Fahrzeuge zu den Aufgaben der Probensammelstelle.

Am 28.11.09 trafen sich nun die Messtrupps, das Personal der Probensammelstelle und der Messzentrale, um in einer gemeinsamen Übung den Weg einer Probe von der Probenahme bis zur Anlieferung an die Sammelstelle, einschließlich der Übermittlung der Daten an die Messzentrale, darzustellen. Ziel der Übung war es den Ausbildungsstand festzustellen, um darauf die Planungen für das nächste Jahr aufzubauen. Die anwesenden Gäste der Kreisfeuerwehr, der Verwaltung und des NLWKN konnten sich von der guten Vorarbeit der Ausbilder überzeugen. Der Vertreter des NLWKN wird prüfen, ob er bei der weiteren Ausbildung unterstützen kann. Darüber hinaus sollen im nächsten Jahr weitere mögliche Objekte erkundet werden, in denen lageabhängig eine Probensammelstelle eingerichtet werden kann.

 
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