15.10.2018 - 20:05 Uhr
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Funk- und Fahrübung 2014
 
Datum: 23.05.2014
Einsatzart:Ausbildung
Einsatzort:Gemeindegebiet
Ortswehr(en):FF Bäntorf FF Behrensen FF Bessingen FF Bisperode FF Brünnighausen FF Coppenbrügge FF Diedersen FF Dörpe FF Harderode FF Herkensen FF Hohnsen FF Marienau
Fahrzeug(e):                                                        
 
 

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Michael Bolte - Gemeindepressewart:
Bei der Funk- und Fahrübung vom 16.05.14 (Stützpunkt Bisperode) und 23.05.14 (Stützpunkt Coppenbrügge) konnten die Kameradinnen und Kameraden wieder einmal theoretisches Wissen von Einsatzabläufen in die Praxis umsetzen und gleichzeitig eigene Defizite erkennen. Auch Anregungen für Übungsdienste in der eigenen Ortsfeuerwehr nahmen die teilnehmenden Gruppenführer mit. Die Übungen fanden erstmals ausschließlich über Digitalfunk statt.
Die vom Gemeindeausbildungsleiter Hagen Bruns ausgearbeitete Übung, enthielt insgesamt sechs Szenarien, die zu bewältigen waren. Zu den Einsatzorten zählten Hohnsen, Bessingen, Bisperode, Coppenbrügge, Marienau und Diedersen.
Unweit des Ortsrandes von Hohnsen erwartete die Einsatzkräfte ein in Vollbrand stehender Geflügelstall. Gleich neben diesen Geflügelstall befindet sich ein Gastank. Für die Einsatzkräfte galt es, diesen Gastank zu kühlen. Als Wasserentnahmestelle stand eine Zisterne zur Verfügung. Vorzunehmen waren das 1. und 2. Rohr. Da die Dachkonstruktion des Geflügelstalles u.a. aus Nagelplattenbindern bestand, war ein Innenangriff des in Vollbrand stehenden Stalles wegen der drohenden Einsturzgefahr nicht möglich. Weitere Einsatzkräfte mussten nachgefordert werden, um einen bei der Erkundung entdeckten zweiten Gastank zu kühlen und den brennenden Geflügelstall zu löschen. Erkenntnis bei dieser Übung: Ist die Tiefe der Zisterne nicht bekannt, immer ein Saugschlauch als Reserve bereit legen, um beim unverhofften Erreichen des Wasserspiegels am Saugkorb schnell reagieren zu können.
Eine hilflose Person von einem Flachdach zu retten, war der Auftrag für die Übungsteilnehmer in Bessingen. Der Angriffstrupp betrat über die vom Maschinisten gesicherte zweiteilige Steckleiter das Flachdach. Eigensicherung, Anlegen des Brustbundes und das sichere herunterführen der hilflosen Person über die Steckleiter standen hier im Vordergrund der Übung. Mit der Übergabe der Person an den Rettungsdienst war die Übung abgeschlossen.
Koordinaten bestimmen, Wörter buchstabieren und dabei ein intensiver Umgang mit dem Digitalfunkgerät unter Einhaltung der Funkdisziplin war eine körperlich nicht so anstrengende Aufgabe in Coppenbrügge.
Horizontales und vertikales Versetzen und das Anheben einer Last war eine weitere Aufgabe in Marienau. Eine zusätzliche Hürde ergab sich durch eine geforderte Richtungsänderung in einem Winkel von 90 Grad beim horizontalen Versetzen der Last. Als Hilfsmittel standen verschieden lange Vierkanthölzer, vier gleich lange (ca. 90cm) Rohre und Hebelstangen zur Verfügung.
Nach Bisperode wurden die Einsatzkräfte im Rahmen der Funk- und Fahrübung zu einem Verkehrsunfall gerufen. Verkehrsicherung und Stabilisierung eines auf der Seite liegenden PKW hatten die eintreffenden Kräfte durchzuführen. Besonderes Augenmerk konnten die Übungsteilnehmer auf das zur Stabilisierung des Pkws eingesetzte Abstützsystem Stab-Fast legen, welches auf dem HLF 10 der FF Bisperode verlastet ist.
Abschließend gab es wertvolle Erklärungen und Bedienungshinweise zum Hohlstrahlrohr. Da das Hohlstrahlrohr beim Innenangriff ein hervorragendes Mittel der Wahl ist, spitzten hier die Atemschutzgeräteträger besonders ihre Ohren. Was bei einem Hohlstrahlrohr die Einstellung „Flash“ bewirkt und unter welchen Umständen es erforderlich ist diese Einstellung zu wählen, sollte nun jeden Übungsteilnehmer bekannt sein. Praktische Erfahrungen konnten beim Nasseinsatz gesammelt werden. Zusätzlich wurde an dieser Station ein speziell für den Innenangriff gebundenes Schlauchpaket (C-Schlauch) mit einem Absperrorgan vorgestellt.
Zum Abschluss der Funk- und Fahrübung trafen sich alle Kameradinnen und Kameraden in Harderode. Hier wurden sie von den Kameraden aus Harderode mit Bratwurst und Getränken versorgt.
Was auffiel: Es gab relativ viele Rückkopplungen während der Nutzung der Digitalfunkgeräte bei der Funk- und Fahrübung. Ursache dafür war das Betreiben mehrer Digitalfunkgeräte auf engem Raum. Bitte zukünftig die erforderlichen Abstände einhalten, damit keine Rückkopplungen mehr stattfinden können.

 
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